KaliumdicarboxylatKaliumdicarboxylat ist der erste nicht-antibiotische, wachstumsfördernde Futterzusatzstoff, der von der Europäischen Union zugelassen wurde. Es handelt sich um eine Mischung aus Kaliumdicarboxylat und Ameisensäure, die über intermolekulare Wasserstoffbrückenbindungen gebunden ist. Es wird häufig bei Ferkeln und Mastschweinen eingesetzt. Fütterungsversuche zeigten, dass die Zugabe von Kaliumdicarboxylat zum Schweinefutter die Gewichtszunahme der Schweine signifikant steigern und die durch bakterielle Infektionen verursachten Todesfälle reduzieren kann. Auch die Milchleistung von Kühen kann durch die Zugabe von Kaliumdicarboxylat zum Kuhfutter verbessert werden.
In dieser Studie wurden verschiedene Dosen vonKaliumdicarboxylatwurden dem Futter von proteinarmen Penaeus vannamei zugesetzt, um ein effizientes und umweltfreundliches, nicht-antibiotisches Wachstumsförderungsmittel zu erforschen.
Materialen und Methoden
1.1 Versuchsfutter
Die experimentelle Futterrezeptur und die Ergebnisse der chemischen Analyse sind in Tabelle 1 dargestellt. Im Experiment gibt es drei Futtergruppen mit einem Gehalt an Kaliumdicarboxylat von 0 %, 0,8 % bzw. 1,5 %.
1.2 experimentelle Garnelen
Das Ausgangskörpergewicht von Penaeus vannamei betrug (57,0 ± 3,3) mg) C. Das Experiment wurde in drei Gruppen mit jeweils drei Wiederholungen unterteilt.
1.3 Fütterungseinrichtungen
Die Garnelenzucht erfolgte in Netzgehegen mit den Abmessungen 0,8 m x 0,8 m x 0,8 m. Alle Netzgehege befanden sich in einem durchströmten runden Zementbecken (1,2 m hoch, 16,0 m Durchmesser).
1.4 Fütterungsexperiment mit Kaliumformiat
Drei Futtergruppen (0 %, 0,8 % und 1,5 % Kaliumdicarboxylat) wurden nach dem Wiegen von jeweils 30 Tieren pro Box zufällig den einzelnen Gruppen zugeordnet. Die Futtermenge betrug vom 1. bis zum 10. Tag 15 % des Ausgangskörpergewichts, vom 11. bis zum 30. Tag 25 % und vom 31. bis zum 40. Tag 35 %. Das Experiment dauerte 40 Tage. Die Wassertemperatur lag zwischen 22,0 und 26,44 °C, der Salzgehalt bei 15. Nach 40 Tagen wurden die Tiere gewogen und gezählt.
2.2 Ergebnisse
Laut dem Besatzdichteexperiment lag die optimale Besatzdichte bei 30 Fischen pro Box. Die Überlebensrate der Kontrollgruppe betrug (92,2 ± 1,6)%, die der Gruppe mit 0,8% Kaliumdiformiat 100%. Bei einer Erhöhung der Kaliumdiformiat-Konzentration auf 1,5% sank die Überlebensrate von Penaeus vannamei jedoch auf (86,7 ± 5,4)%. Der Futterkoeffizient zeigte denselben Trend.
3. Diskussion
In diesem Experiment konnte durch die Zugabe von Kaliumdiformiat die tägliche Gewichtszunahme und die Überlebensrate von Penaeus vannamei effektiv verbessert werden. Derselbe Ansatz wurde bei der Zugabe von Kaliumdicarboxylat zum Schweinefutter verfolgt. Es wurde bestätigt, dass die Zugabe von 0,8 % Kaliumdiformiat zum Garnelenfutter von Penaeus vannamei eine stärkere wachstumsfördernde Wirkung hatte. Roth et al. (1996) empfahlen folgende optimale Futterzugabe für Schweine: 1,8 % im Starterfutter, 1,2 % im Absetzfutter und 0,6 % im Futter für Mastschweine.
Der Grund dafür, dass Kaliumdicarboxylat das Wachstum fördern kann, liegt darin, dass es durch die Fütterung in vollständiger Form in den Magen des Tieres gelangt und sich dort automatisch in Ameisensäure und Formiat zersetzt. Dadurch zeigt es eine starke bakteriostatische und bakterizide Wirkung, wodurch der Darmtrakt des Tieres in einen "sterilen" Zustand versetzt wird und somit eine wachstumsfördernde Wirkung erzielt wird.
Veröffentlichungsdatum: 15. Juli 2021
