Organische Säuren sind organische Verbindungen mit sauren Eigenschaften. Die häufigste organische Säure ist die Carbonsäure, deren saure Eigenschaften auf die Carboxylgruppe zurückzuführen sind. Calciummethoxid und Essigsäure sind Beispiele für organische Säuren. Organische Säuren können mit Alkoholen zu Estern reagieren.
Die Rolle organischer Säuren in Wasserprodukten:
1. Die Toxizität von Schwermetallen verringern, molekulares Ammoniak im Aquakulturwasser umwandeln und die Toxizität von toxischem Ammoniak reduzieren.
2. Organische Säuren können Ölverschmutzungen entfernen. Da sich im Laichteich ein Ölfilm befindet, kann organische Säure eingesetzt werden.
3. Organische Säuren können den pH-Wert von Gewässern regulieren und das Gleichgewicht der Gewässer wiederherstellen.
4. Es kann die Viskosität des Wasserkörpers verringern, organische Stoffe durch Flockung und Komplexierung zersetzen und die Oberflächenspannung des Wasserkörpers verbessern.
5. Organische Säuren enthalten eine große Anzahl von Tensiden, die Schwermetalle komplexieren, schnell entgiften, die Oberflächenspannung im Wasserkörper reduzieren, den Sauerstoff aus der Luft schnell im Wasser lösen, die Sauerstoffanreicherung im Wasserkörper verbessern und die Bildung von Schwimmkörpern kontrollieren können.
Missverständnis bei der Verwendung organischer Säuren:
1. Wenn der Nitritgehalt im Teich den zulässigen Grenzwert überschreitet, führt die Verwendung organischer Säuren zu einer Senkung des pH-Werts und einer Erhöhung der Nitrit-Toxizität.
2. Es kann nicht mit Natriumthiosulfat verwendet werden. Natriumthiosulfat reagiert mit Säure unter Bildung von Schwefeldioxid und elementarem Schwefel, was Zuchtpflanzen vergiften würde.
3. Es darf nicht zusammen mit Natriumhumat verwendet werden. Natriumhumat ist schwach alkalisch. Die Wirkung wird dadurch stark beeinträchtigt.
Faktoren, die die Anwendung organischer Säuren beeinflussen:
1. Zugabemenge: Unterschiedliche Massenkonzentrationen bei der Zugabe derselben organischen Säure zum Futter von Wassertieren haben unterschiedliche Auswirkungen. Es zeigen sich Unterschiede in Gewichtszunahme, Wachstumsrate, Futterverwertung und Proteineffizienz. Die Zugabemenge organischer Säure muss innerhalb eines bestimmten Bereichs liegen. Eine Erhöhung der Zugabemenge fördert das Wachstum der Zuchttiere, während eine zu hohe oder zu niedrige Menge das Wachstum hemmt und die Futterverwertung verschlechtert. Die optimale Zugabemenge organischer Säure variiert je nach Wassertierart.
2. Zeitpunkt der Zugabe: Die Wirkung der Zugabe organischer Säuren variiert je nach Wachstumsstadium von Wassertieren. Studien haben gezeigt, dass sie im Kindesalter die beste wachstumsfördernde Wirkung mit einer Gewichtszunahme von 24,8 % erzielt. Im Erwachsenenalter zeigen sie deutliche Effekte in anderen Bereichen, beispielsweise bei der Reduzierung von Immunstress.
3. Weitere Futtermittelbestandteile: Organische Säuren wirken synergistisch mit anderen Futtermittelbestandteilen. Die im Futter enthaltenen Proteine und Fette besitzen eine hohe Pufferkapazität, wodurch der Säuregehalt des Futters erhöht, die Pufferkapazität verringert, die Absorption und der Stoffwechsel gefördert und die Futteraufnahme und -verdauung beeinflusst werden können.
4. Äußere Bedingungen: Für eine optimale Wirkung der organischen Säuren ist es außerdem wichtig, eine geeignete Wassertemperatur, Diversität und Populationsstruktur anderer Phytoplanktonarten im Gewässer, hochwertiges Futter, gut entwickelte und krankheitsfreie Fischbrut sowie eine angemessene Besatzdichte zu gewährleisten.
5. KaliumdicarboxylatDie Zugabe von Kaliumdicarboxylat kann die benötigte Menge reduzieren und den gewünschten Effekt besser erzielen.
Veröffentlichungsdatum: 01.09.2021