DMPT, CAS-Nr.: 4337-33-1. Das BesteWasserlockstoffJetzt!
DMPTDimethyl-β-propiothetin (DMPT) ist weit verbreitet in Algen und halophytischen höheren Pflanzen. DMPT fördert den Nährstoffstoffwechsel von Säugetieren, Geflügel und Wassertieren (Fischen und Garnelen). Unter allen bekannten Verbindungen mit (CH)- und S-Gruppen besitzt DMPT die stärkste Lockwirkung auf Wassertiere.
1. Quelle von DMPT
Das von Polysiphonia fastigata produzierte Dimethylsulfid (DMS) stammt hauptsächlich ausDMPTDMPT ist ein effektiver Methylgruppendonator in Algen und der wichtigste osmotische Regulator von Algen und der Wattpflanze Spartina angelica. Der DMPT-Gehalt variiert zwischen verschiedenen Algenarten und sogar innerhalb derselben Algenart im Jahresverlauf. DMPT kann die Nahrungsaufnahme und das Wachstum verschiedener Süßwasserfische deutlich beschleunigen. Diese nahrungsfördernde Wirkung unterscheidet sich von der anderer Substanzen wie L-Aminosäuren oder Nukleotiden und wirkt sich positiv auf nahezu alle Wassertiere aus.
2.1 Wirksame Liganden als Geschmacksrezeptoren
Die Forschung zu Rezeptoren in den chemischen Sinnesorganen von Fischen, die mit (CH)S-Gruppen interagieren können, ist noch unzureichend. Aus den vorliegenden Verhaltensstudien lässt sich jedoch ableiten, dass Fische über Geschmacksrezeptoren verfügen, die mit niedermolekularen Verbindungen interagieren können, welche (CH)-, N- und (CH₂)₂S-Gruppen enthalten.
2.2 Als Methyldonator
Die (CH)- und S-Gruppen auf demDMPTMoleküle sind die Quellen der für den tierischen Nährstoffstoffwechsel benötigten Methylgruppen. In der tierischen Leber gibt es zwei Arten von Methyltransferasen (EC 2.1.1.3 und EC 2.1.1.5), die von Tieren (CH) und S. genutzt werden.
Es wurde festgestellt, dass die Konzentration von DMPT und die Emissionsrate von DMS in den Algenzellen mit zunehmendem Salzgehalt im Kulturmedium der gezüchteten Alge (Hymenonas carterae) anstiegen.
DMPTDMPT ist in den Zellen vieler Phytoplanktonarten, Algen und symbiotischer Weichtiere wie Muscheln und Korallen sowie in Krill und Fischen angereichert. Iida et al. (1986) bestätigten, dass der DMPT-Gehalt und die DMS-Produktion in Fischen positiv mit dem DMPT-Gehalt in ihrer Nahrung korrelieren. Dies deutet darauf hin, dass das DMPT in Tieren aus der Nahrung stammt und über die Nahrungskette in marinen Ökosystemen in den menschlichen Körper gelangt. Algen können DMPT synthetisieren und in hohen Konzentrationen (3–5 mmol/L) im Körper anreichern. Der DMPT-Gehalt in Fischen und Weichtieren entspricht in etwa dem Gehalt in ihrer Nahrung, wobei die DMPT-Konzentration in der Reihenfolge Algen (1 mmol/L), Weichtiere (0,1 mmol/L) und Fische (0,01 mmol/L) abnimmt.
Der physiologische Mechanismus vonDMPTAktion
In den letzten Jahren wurde in Studien festgestellt, dass DMPT das Fressverhalten und das Wachstum verschiedener Meeres- und Süßwasserfische, Krebstiere und Schalentiere fördert. Es kann deren Stressresistenz und Leistungsfähigkeit verbessern und wichtige Enzyme mit niedrigen Methylgruppenkonzentrationen im Futter ergänzen. Anhand der Leber von Goldbrassen und verschiedener Verbindungen mit (CH)- und S-Gruppen als Substraten wurde festgestellt, dass die Enzymaktivität von E C.2.1.1.3 und E am höchsten ist, wenn DMPT als Substrat verwendet wird.
3. Ernährungsphysiologische Auswirkungen von DMPT auf Wassertiere
Zwanzig niedermolekulare organische Verbindungen mit (CH)- und S-Gruppen wurden für Untersuchungen zum Beißverhalten und zu elektrophysiologischen Parametern an Meer- und Süßwasserfischen eingesetzt. DMPT zeigte die stärkste fördernde Wirkung auf das Beißverhalten von drei Fischarten: Süßwasserthunfisch, Karpfen und Schwarzer Karausche (Carassius auratus cuviera). Es förderte zudem signifikant das Fressverhalten der Großen Schuppe (Pagrus major) und der Fünfschuppen-Schuppenfischart (Seriola quinquera diata).
DMPT und andere schwefelhaltige Verbindungen wurden in einer Konzentration von 1,0 mmol/L verschiedenen Versuchsfuttermitteln beigemischt. Die Kontrollgruppe erhielt destilliertes Wasser. Anschließend wurden Fressreaktionstests an Karauschen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass die DMPT-Gruppe in den ersten vier Versuchsgruppen durchschnittlich 126-mal häufiger biss als die Kontrollgruppe. Im zweiten Versuch mit fünf Gruppen war die Bissfrequenz der DMPT-Gruppe sogar 262,6-mal höher als die der Kontrollgruppe. Ein Vergleichsexperiment mit Glutamin ergab, dass bei einer Konzentration von 1,0 mmol/L…
Veröffentlichungsdatum: 09.10.2023

